Futorial Foren Mixdown | Mastering | Sound Design Wiedererkennungswert vs Innovation – Wann ist eine Änderung notwendig?

  • Wiedererkennungswert vs Innovation – Wann ist eine Änderung notwendig?

     fungie aktualisiert vor 2 Wochen 4 Mitglieder · 10 Beiträge
  • GitKlar

    Mitglied
    15. November 2020 um 12:45

    Die Frage treibt mich schon länger um, und möchte hier daher mal ne Open Discussion starten. Ich denk, jeder wird da so seine Beispiele für haben, von denen man sich mehr Überraschungen oder mal was Anderes wünschen würde, als was man sonst immer von nem Künstler hört.

    Was sind für euch Beispiele dafür, was sind ausschlaggebende Kriterien, und wie lässt sich das im Einklang bringen, wenn man bestimmte Dinge wieder hören will, weil man damit nen Künstler identifiziert?

    Mal schauen, wo die Reise hingeht, werd später auch nochmal meine Gedanken dazugeben.

  • fungie

    Mitglied
    16. November 2020 um 14:35

    Es kann denke ich von vorteil sein, dass der Kuenstler seinen eigenen Stil und seine eigenen Staerken erkennt und diese auch erhalten kann, waerend sich das Projekt/der Artist gleichzeitig weiterentwickelt.

    weiterentwickeln muss es sich zwingend in einem mass, dass es nicht langweilig wird. wobei die challange darin besteht den handlungsspielraum gezielt auszuweiten ohne das der wiedererkennungswert unkenntlich wird. dafuer muss man seine heragehensweisen beim songwriting/sounddesign reflektieren und beherschen lernen.

    es kann zwar sein das ein kuenstler ohne nachzudenken zufaelligerweise ein paar songs schreibt die einem gefallen. ich halte es aber fuer wahrscheinlich das die zufriedenheit eines hoerers mit zunehmender anzahl an songs sinkt.

    • GitKlar

      Mitglied
      16. November 2020 um 19:15

      Ist vieles dran. Mit der Zeit stellt sich natürlich n Sättigungsgefühl ein, wenn man gewohnt ist, Musik zu konsumieren und zu produzieren. Mal schneller, mal langsamer, mal stärker, mal schwächer.

      • fungie

        Mitglied
        16. November 2020 um 20:21

        Ich denke nicht, dass es ein Maximum geben kann. Es kann immer Musik geben die man noch besser oder Interessanter ist. Vielleicht gibt es sie noch nicht oder man hat sie noch nicht gefunden.

        Bei Musik die man hoert kann man eine globale Entwicklung der Musik betrachten. (wobei neue Musik ja nicht mal auf dieser Entwicklung aufbauen muss)

        Und beim produzieren geht es um die Entwicklung der Eigenen Musik. Ganz egal ob man sie von der globalen Entwicklung beeinflusst wird oder nicht.

        Das schwierige daran ist halt, dass es schwer ist seine eigene Musik tot zu hoeren.

        Das meinte ich am Anfang damit dass es von Vorteil sein kann, seine eigenen Staerken zu erkennen bzw. es zu versuchen. Eine Staerke ist ja ein objektives Kriterium, welches von einem potentiellen Hoerer definiert wird. Letztendlich koennte man ja sogar selber der Hoerer sein. Kommt drauf an ob man Musik produziert, die man auch selber hoeren wuerde.

      • Anonym

        Gelöschter Benutzer
        16. November 2020 um 20:29

        Es kann immer Musik geben die man noch besser oder Interessanter ist.

        Je älter man ist, umso unwahrscheinlich ist das 😉

        Ich mein wenn ich mir die Dance Charts so durchhöre, dann könnten die teilweise auch aus den 90ern sein.

        Bei Musik die man hoert kann man eine globale Entwicklung der Musik betrachten. (wobei neue Musik ja nicht mal auf dieser Entwicklung aufbauen muss)

        Das Internet hat der Musik irgendwie den Rest gegeben. Es gab mal regionale Sounds, sei es nun aus Frankfurt, Berlin, Chicago oder Detroit. Da haben sich paar Dudes zusammengesetzt und IHR DING durchgezogen.

        Jetzt verwurstet doch jeder nur noch ALLES von ALLEN Stilen. Ich kann keine Evolution mehr erkennen. Mixtechnisch sind wir seit paar Jahren ja schon beim Zenit angekommen.

      • GitKlar

        Mitglied
        16. November 2020 um 21:48

        @fungie stimm ich zu. Als Produzent ist man immer auch sein eigener Hörer. Ist ne Sonderrolle, da man gleichzeitig auch direkt Einfluss auf seine Musik hat.

      • fungie

        Mitglied
        16. November 2020 um 22:21

        @NBG

        Im Internet gibt es doch auch bestimmte Regionen mit einenem Stil. Sind halt keine physikalischen Regionen und leider ist die Internetwelt potentiell unendlich gross und dadurch nicht ueberschaubar.

        Ich bin auch der Meinung dass es gut ist wenn sich verschiedene Stilbewegungen entwickeln. Man muss ja zwingend seine Staerken reflektieren, um Gleichgesinnte zu finden die das gleiche an der bestimmten Art von Musik gutfinden wie man selbst.

        @GitKlar

        Das war eher so gemeint, dass man sich ja fragen kann ob, man seine eigene Musik auch hoeren wuerde wenn sie jemand anders gemacht hat.

        Zu einem gewissen Mass experimentiert man ja evtl. dann gibt es einen teil, bei dem man vlt wirklich versucht musik zu produzieren, weil man sie hoeren will und am Ende ueberarbeitet man vlt noch mal alles damit es zusamenpasst. Die frage ist halt wie gut man das ganze beherrscht und worauf man sich wann konzentriert.

  • Ventorum

    Mitglied
    16. November 2020 um 20:22

    Komplexes Thema.

    Ist Innovation notwendig? Nicht zwingend. Ein Besipiel hierfür ist für mich die Rock/Pop Band TOTO. Die neuen Alben sind zawr soundtechnisch etwas anders aber vom Stil her ähneln Sie sehr stark den Klassikern. Trotzdem gibt es einzigartige Songs und mein Vater as riesen Fan ist froh das er mal neues Material zum Hören hat als die Alben die er schon 100e male gehört hat.

    Anders ist hier zum Beispiel Linkin Park, welche von Anfang an gesagt haben, dass sie keine zwei Alben in dem selben Stil produzieren wollen. Von Album zu Album gab es immer einen leichten oder auch stärkeren Stilwechsel. Vielen hat dies nicht gefallen, anderen dafür um so mehr. Trotzdem ist ein Wiedererkennungswert gegeben.

    Genau so gibt es das auch in der EDM Szene. FredV & Grafix haben sich über die Jahre Qualitativ extrem weiterentwickelt, aber ihr Stil ist ziemlich Gleich geblieben.

    Anders ist es bei Camo&Krooked, hier hat sich der Stil vor allem seit Mosaik schon geändert. Trotzdem erkennt man Sie wieder.

    Besonders interessant finde ich Fox Stevenson, da er einen eindeutigen Stil hat und dennoch sehr viele verschiedene Genres bedient.

    War jetzt doch stärker auf Künstler bezogen als ich eigentlich wollte, aber schlussfolgernd denke ich, dass Veränderung ein gutes Mittel ist um sich persönlich weiterzuentwickeln, aber mehr auch nicht. Abwechslung zu erzeugen und trotzdem einen Stil beizubehalten ist die Kunst und eine Veränderung des Stils ist ein gutes Mittel dazu auch wenn es darum geht Umbrüche zu erzeugen. Vor allem hängt es aber vom Kpnstler an sich ab. Wenn ein Künstler einfach kein Bock mehr auf ein Genre hat, warum sollte er sich dann dazu zwingen anstatt etwas neues auszuprobieren?

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