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     Gimbal  aktualisiert vor 1 Monat, 2 Wochen 9 Mitglieder · 48 Beiträge
  • Tavengo 

    Administrator
    25. August 2020 um 21:37

    Ihr habt ein cooles, interessantes, emotionales, kreatives Video? Oder eine gute Doku? Oder irgendwas sehenswertes auf YouTube gefunden?

    Dann hier rein damit!

    P.S. keine Musik, oder Musik-Videos, dafür haben wir ja bereits andere Threads 😉

  • Tavengo 

    Administrator
    25. August 2020 um 21:38

    Ich mache mal den Anfang

  • GitKlar

    Mitglied
    25. August 2020 um 21:42

    Wenns um sowas geht, ist das einer meiner Favoriten:

    • Moonerium

      Mitglied
      26. August 2020 um 09:11

      Mega das Ding!

  • MellowSonic

    Mitglied
    25. August 2020 um 22:09

    Wirklich unglaublich aber auch unheimlich zu gleichWorried

  • Gimbal 

    Mitglied
    25. August 2020 um 23:21

    Philosophen unter uns anwesend?

    Wer das Thema interessant findet und diskutieren möchte, kann den “xGimbal”-Kommentar unter dem YouTube-Video dafür nutzen. Also dort auf meinen Kommentar antworten, dann werde ich benachrichtigt und kann reagieren.

    Warum mich das Video flasht, steht im besagten Kommentar.

  • Moonerium

    Mitglied
    26. August 2020 um 09:14

    Cinema Strikes Back ist einfach einer der Kanäle für Filmliebhaber. Stellvertretend für viele Videos, habe leider die Kurzfilme noch nicht gesehen, sind aber auf der Watchlist. Bin ein großer Fan von Kurzfilmen 🙂

  • Tavengo 

    Administrator
    29. August 2020 um 14:58

    #MenschenSindSoDumm

    • Moonerium

      Mitglied
      29. August 2020 um 15:08

      Klingt erschreckend. Muss ich mir mal anschauen 😉

  • Moonerium

    Mitglied
    30. August 2020 um 16:11

    Investigativer Journalismus ist doch immer gut 😉

  • GitKlar

    Mitglied
    30. August 2020 um 16:36

    Was bedeutet es eig. mit $ Mio. oder gar $ Mrd. zu hantieren? Und wie kann man es veranschaulichen?

    In diesem Video legt Tom Scott die Strecken zurück, die jeweils für nen Stapel von Eindollar-Scheinen in der Menge nötig wären.

  • Gimbal 

    Mitglied
    5. September 2020 um 17:38

    Das Wunder des Hörens ! ARTE

    https://www.youtube.com/watch?v=jFnBGMpzDZo

  • Anonym

    Gelöschter Benutzer
    9. Oktober 2020 um 21:47

    DRei Kanalempfehlungen, die mit film zu tun haben

    Wie Spielberg Plansequenzen arrangiert:

    (sehr gute Beiträge; leider kein neuer Content seit 4 Jahren)

    thematisch aus filmmusik ausgerichtet:

    Kevin James als ‘Sound Guy’; sehr witzig; bin sowieso seit King of Queens Riesenfan von ihm:

  • GitKlar

    Mitglied
    10. Oktober 2020 um 20:30

    Kürzlich wieder gesehen. Mit über 230 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit (!) über die Nordschleife, und den 35 Jahre alten Rekord um über 50 Sekunden unterboten. Schneller als die Formel 1 erlaubt. Wahrscheinlich weis nur Timo Bernhard, wie sich das angefühlt haben muss.

  • GitKlar

    Mitglied
    24. Dezember 2020 um 12:18

    Dann mal Frohe Weihnachten, beisammen. 😛

  • GitKlar

    Mitglied
    31. Dezember 2020 um 16:20

    Entwürfe von Sasha = Richtig gutes Zeug. 😛

    • Gimbal 

      Mitglied
      31. Dezember 2020 um 16:25

      Ja die Idee ist super lustig. Und checkt Mal das aktuelle Release von Sasha, mit Saltatio Mortis und Konsorten. Richtig geil geworden. Also aus Spaß wurde Ernst. Naja, fast. ^^

  • Gimbal 

    Mitglied
    13. Februar 2021 um 15:41

    Absolute Anschau-Empfehlung! MUST SEE!

    • 2day2morrow4ever

      Mitglied
      13. Februar 2021 um 19:06

      Super gemacht und super interessant!

  • Gimbal 

    Mitglied
    21. Februar 2021 um 00:45

    RAYK ANDERS findet deutliche Worte:

  • Gimbal 

    Mitglied
    24. April 2021 um 17:42

    Das ewige Dilemma:

    Nachtrag/Edit:
    Teil-Kopie meines Kommentares unter dem Video. Auf das es “wichtige” Menschen an den richtigen Stellen lesen:

    “U.a. deshalb habe ich auch an anderer Stelle bereits einen Verbesserungsvorschlag gemacht, wie folgt: Ein Song wird über die komplette Länge in mehrere 30-Sek-Raster eingeteilt und bei jeder überschrittenen Marke wird ein monetärer Anteil generiert. Somit würde es sich wieder “lohnen” lange Musikstücke zu produzieren und ein komplett angehörter 7 Minuten Song würde mehr erwirtschaften als ein nach 35 Sekunden weggeskippter. Das ändert noch nichts an der insgesamt unfairen Verteilung, wäre der Gerechtigkeit aber definitiv zuträglich.”

    • fungie

      Mitglied
      24. April 2021 um 23:17

      weiss noch nicht ob ich mir die trockene doku bi zu ende geben kann.

      was ich auf jeden fall nicht verstehe, ist dieses verlangen nach gerechter aufteilung bzw regulierung von spotify. es ist einfach ein privatunternehmen, dass server betreibt von denen der user ununterbrochen downloaded.
      musikkonsumenten, die kuenstler wertschaetzen koennen sich den stuff auch einfach auf ihr 500gb iphone laden. diese ganze geldverteilung und analyse des konsumverhaltens seitens spotify ist meiner Meinung nach nur ein Symtom.

      merkwuerdige verhaltensweise auf der einen seite erfolgreich sein zu wollen, aber weils nicht funktioniert, dann so eine arte musikbusiness-kommunismus zu erwarten. dann wuerde es ja gar keine grenze mehr zwischen einfach schlechter musik und der mangelnden nachfrage aufgrund der fehlenden wertschaetzung geben. ein kuenstler ist fuer mich ein unternehmer – kein arbeitnehmer mit ner gewerkschaft. ohne arbeitsvertrag ist man da nicht angestellt, selbst wenn man fuer die arbeitet.

      was ist das auch fuer ein umgang mit Strom. selbst wenn die leute keinen bock haben immer nur drake und so zu hoeren. es geht doch vielen eh nur ums berieseln lassen mit genug abwechslung.
      mal meine meinung ohne spotify zu haten. ob eine streaming infrastruktur technologischer fortschritt ist kann ja sein. aber obs notwendig ist, weiss ich nicht.

      meinte die eine expertin, dass dance/trap allgemein besser funktioniert? 😀 oder bestimmte damit verbundene hihatstrukturen? naja in beiden faellen sagt dass ja schon alles. trap macht hier keiner oder?

      • GitKlar

        Mitglied
        25. April 2021 um 13:18

        trap macht hier keiner oder?

        Doch, aber unser Forum kannste da echt nicht als Benchmark sehen. Sonst wär z.B. Techno der hotte Shit, und Cloudrap würde keiner hören. Ist ja aber nach draußen absolut nicht der Fall.

      • fungie

        Mitglied
        25. April 2021 um 13:45

        ich mein, trap (insbesondere, die art, die sie wahrscheinlich meint) ist doch die absolute beriesel musik. sobald es eine neue idee gibt machens alle nach. ich kann das gut nachvollziehen mit 30 sekunden. genau das ist die zeitspanne, in dem der neue krasse basssound halt interessant ist. und wenn man einen trap song macht, ist es schon irgendwie hart den stuff immer wieder zu hoeren.

        was bandcamp angeht geb ich dir zwar recht, dass es ohne promotion echt schwer ist, aber bei bandcamp kassieren glaub ich hauptsaechlich die wirklich ueberdurchschnittlich guten alben. dauert halt laenger als einen monat sowas hinzukriegen. funktioniert aber glaub ich nur wenn man den LP gedanken wirklich ernst nimmt. zusammenhaengendes album, aehnlicher sound, keine platzhalter. 5-10000 euro ist da schon moeglich in nischengenres. wie viele plays braucht man dafuer bei spotifz? paar millionen?

      • GitKlar

        Mitglied
        25. April 2021 um 14:09

        Jo, 3.3 Mio. für 10.000€ Einnahmen bei 0.003 Ct./Stream. Mind., da müssen noch die Gebühren vom Vertrieb, den Shops und ggf. auch den Labels abgezogen werden. Realistisch betrachtet kann man wahrscheinlich noch ne Mio. draufrechnen.

    • GitKlar

      Mitglied
      25. April 2021 um 13:15

      Schwieriges Thema. Manchem stimm ich zu, Manchem stimm ich nicht zu, zu Manchem steh ich neutral.

      Was die Auszahlung der Streams angeht, bin ich bei den Musikern. Ca. 0.003 Ct./Stream sind einfach n Witz, und die Vorstellung, dass man erst ab kontinuierlichen 6-stelligen Streaming-Zahlen von Musik leben dürfen sollte, völlig illusorisch.
      Die Tatsache, dass man allein durch wortwörtlich ner Handvoll Leute, die deine Single für nen € auf Bandcamp abkaufen, n Äquivalent von fast 2.000 Spotify-Streams in der Hand hält, lässt mich den Magen umdrehen.
      Eine oder beide Nullen vor der 3 zu streichen, wär also echt nicht zu viel verlangt. Und auch wenn man sonst nix ändert, ist es als neuer Künstler schon schwer genug, allein auf 4-stellige Streams zu kommen, wie ich selbst aktuell merk.

      Zum 30 sec.-Limit für Streams muss ich ehrlich sagen, dass ichs sogar einigermaßen gut finde, dass Spotify überhaupt sowas hat. Auf YT z.B. brauchste nur n Video anklicken, zack, wird schon als View gezählt. Der Zuschauer kann aber direkt zum nächsten Video skippen, ohne dein Video überhaupt auch nur ne Sekunde lang angesehen zu haben.
      Somit müssen sich Hörer auf Spotify schon wenigstens nen bestimmten Teil ihrer Zeit nehmen, damit aus nem Anspielen n tatsächlicher Stream wird.
      Man kann natürlich drüber streiten, ob 30 sec. zu wenig sind, ganz klar. Wenn ich selbst auf Spotify Musik hör, lass ich sie zwar nach wie vor am Stück und ohne zu skippen laufen, aber offenbar bin ich da auch nicht im Trend. Aber was ich dabei sinnvoller fände wär, dass man nen Track insgesamt (also auch mit Skippen) mind. 30 sec. laufen lassen müsste.
      Das ändert zwar nix am Verhalten der Konsumenten, aber dann hätten auch kleinere Künstler ne Chance, einigermaßen auf Streams zu kommen.
      Den Grundgedanken hinter nem Zeitlimit, bevor n Stream zustande kommt, find ich aber schon gut.

      Was ich gar nicht nachvollziehen kann, ist die Empörung bzgl. der ungerechten Verteilung in Sachen Hörerschaft. Auch n Pendulum-Track wird nie so massentauglich sein, wie ne TikTok-Nummer von BTS, womit sie nochmal ne ganz eigene Zielgruppe abgrasen können, bei der es für Pendulum wohl nicht so gut aussieht. Dass etwas, was mehr Reichweite hat, sich auch mehr vermehrt, liegt auf der Hand. Und ist auch klar, dass dann entsprechende Mittel genutzt werden.

      Das kann aber auch jeder für sich selbst aufbauen. Da wir alle im selben Boot sitzen, haben wir auch alle die Möglichkeiten, die Spotify uns an der Hand gibt. Klar gehts bei Major-Playern auch mit unfairen Mitteln zu, aber da muss man ja nicht mitmachen.
      Und als stabile Einnahmequelle ist mir Bandcamp sowieso lieber. Muss nur noch gucken, wie ich mein Profil da promoted krieg.

  • Gimbal 

    Mitglied
    1. Oktober 2021 um 21:22

    Kennt ihr den Deutschen Loop-Bastler Denis Berger? Ich bis eben auch nicht. 😉

    • 2day2morrow4ever

      Mitglied
      2. Oktober 2021 um 13:47

      Wollte dir die Doku auch schon schicken 😁 Ist wieder mal viel interessantes dabei

  • Gimbal 

    Mitglied
    8. Oktober 2021 um 23:33

    Wenn ich mich dazu entscheiden sollte, mein Leben vorzeitig selbst zu beenden, warum ist das so ein riesen Problem?

    #Leben #Natur #Romantisierung #Antinatalismus

    • fungie

      Mitglied
      9. Oktober 2021 um 16:42

      aus idealismus zu sagen, dass man es selber entscheiden sollte find ich schon ok. aber den suizid als eine option zu sehen würde ich als ein schwaches mindset bezeichnen. ab dem zeitpunkt, hypothisch drüber nachzudenken, ob man selber sterben wollen würde, wenn man alt und gebrechlich ist, ist die selbstwürde doch schon verschwunden. man könnte ja stattdessen drüber nachdenken, wie man es schafft nicht gebrechlich zu werden.

      und die idee keine kinder zu bekommen, um denen nicht das leben aufzuzwingen – einfach dumm. das impliziert, ja das man sich evtl selbst so fühlt. wieder keine selbstwürde. so können die eigenen kinder es natürlich auch nicht von einem lernen.

      • Gimbal 

        Mitglied
        10. Oktober 2021 um 00:26

        Danke für Deine Reaktion. Nun ja, die Philosophie des Antinatalismus in einem kurzen Satz als “einfach dumm” abzutun, ist dann aber auch sehr kurz gegriffen. Das ist halt eine mögliche Sicht auf die Welt und die Dinge, mit der man sich auch als Kern-Optimist zumindest auseinandersetzen sollte.

        Den Bezug zur “Dummheit” müsstest Du mir bitte genauer erläutern. Konsequenter Antinatalismus würde Suizid- bzw. Sterbehilfe-Debatten langfristig ja obsolet machen. Schon das alleine empfinde ich als sehr weise bzw. intelligente Art zu denken.

      • fungie

        Mitglied
        10. Oktober 2021 um 11:31

        ich finde es sehr kurzsichtig, anzunehmen, dass das leben von anderen leuten als nicht lebenswert empfunden wird. irgendwie überhebtlich sich diesbezüglich so sicher zu sein. diese simplifizierte rechnungund annahme, dass leid glück auf jeden fall überwiegen wird, finde ich fast schon abgehoben. klingt ein bisschen wie so eine art hellseherische fähigkeit.

        die implikation von dem ganzen, ist für mich, dass der antinatalist, sein eigenes leben als nicht lebenswert impfindet. und von sich auf andere zu schließen, finde ich “dumm”.

        es scheint fast so, als würde ein antinatalist versuchen sein eigenes leid zu relativieren, in dem er davon ausgeht, dass alle anderen auch leiden.

        noch fragwürdiger finde ich dann, die lehre des natalismus niederzuschreiben. desktruktivität um leid zu vermeiden.

        vlt wäre es für die kinder von jemandem mit so einer denkweise, wirklich nicht so toll aufzuwachsen. ist das leid in deren fall dann unvermeidbar gewesen oder doch eher durch die negativität heraufbeschworen? ist es möglich, dass selbst, die kinder von antinahalisten das leben als ganzes nicht als leidvoll erleben?

        wenn ein nicht geborenenes lebenwesen nicht leben will, wieso schwimmt es dann als spermium zur eizelle? ist es dann ethisch nicht in ordnung sperma zu produzieren?

        zum thema sterbehilfe:
        könnte ein arzt (der zb durch operationen dem patienten eigenhändig leid zufügt) meiner meinung nach entscheiden, ob jemand aufgrund von körperlichen gründen sterben “darf” – eventuell

        sollte ein poliker meiner meinung nach entscheiden ob ein arzt dass entscheiden darf – nein

        “Konsequenter Antinatalismus würde Suizid- bzw. Sterbehilfe-Debatten langfristig ja obsolet machen.”

        klingt so als würde man sich dem problem einerseits, nicht stellen – aber gleichzeitig für die sterbehilfe sein (der antinahalismus begründet diese ja indirekt durch die eigene lehre. es ist zwar nicht die rede von der beseitung des leids, aber ein nichtvorhandensein würde bevorzugt.)

        das finde ich inkonsequent.

    • GitKlar

      Mitglied
      10. Oktober 2021 um 12:20

      Naja, warum es so schwer ist, Suizid zu begehen, liegt auf der Hand – weil es kein Zurück gibt. Kein Reset, kein ctrl+Z und auch keine Entschuldigung. So ne Entscheidung trifft man nur einmal, und die ist dann auch endgültig.

      Keine Kinder bekommen zu wollen, ist ne persönliche Entscheidung. Auf den Selbstwert des Antinatalisten lässt sich dadurch nix zurückführen, denn das Leben von jedem einzelnen Menschen ist unabhängig voneinander. Mein Leben ist mein Leben, und dein Leben ist dein Leben. Elternschaft bringt aber auch viele Verantwortungen mit sich, die nicht jeder bereit ist, zu tragen. Dass man sich dann entscheidet, keine Nachkommen hervorzubringen, find ich legitim & nachvollziehbar.

      Inwiefern die Einstellung aber Suizide verhindern soll, ist mir schleierhaft. Das Eine hat mit dem Anderen überhaupt nix zu tun. Auch als Antinatalist kann man labil werden. Und wenn sich Suizidfragen gar nicht stellen, hat man somit auch nix verhindert, weil das Ganze für Einen ja noch nie zum Thema wurde. Ob man Antinatalist ist oder nicht, macht dabei keinen Unterschied. Ferner hat die These in meinen Augen auch ne fast schon arrogante Note. Als ob man der Letzte wär, der klar denken könne, und alle Nachfolgenden schon Sozialfälle wären.

      Aber das nur am Rande, so pauschal kann man bei so nem sensiblen Thema sowieso nicht rangehen. Da muss man auch den Blick für die individuelle Situation der Betroffenen haben.

      • Gimbal 

        Mitglied
        22. Oktober 2021 um 11:35

        Übrigens ein sehr guter Beitrag hier im Thread, welchen ich mit dieser kurzen Anmerkung nur noch Mal würdigen möchte. Da ich nur indirekt und sehr kurzen Bezug darauf genommen habe bisher.

  • fungie

    Mitglied
    10. Oktober 2021 um 22:38

    also sich für oder gegen die verantwortung, die kinder mit sich bringen zu entscheiden klingt vernünft.
    aber vom kosmischen unvermeidlichen leid zu sprechen, wie im video oder auf wikipedia zu dem thema, ist schon was anderes. diese denkweise würde ich auf jeden fall mit der selbstwürde in verbindung bringen. wer man davon ausgeht, dass die schlimmen dinge immer überwiegen werden, gibt damit ja quasi auf, das eventuell selber zu beeinflussen bzw. die möglichkeit sein glück selber beeinflussen zu können.

    in dem video ist übrigens die rede davon, dass sterbehilfe einen würdevolleres sterben bedeuten würde. das finde ich in dem zusammenhang fragwürdig.

    suizide und debatte über sterbehilfe wird dann damit verhindert, das wir ja aussterben würden, falls niemand mehr kinder kriegen sollte – wenn ich das jetzt richtig verstanden habe.

    • Gimbal 

      Mitglied
      15. Oktober 2021 um 17:07

      Hi ihr beiden. Ja – definitiv ! Hier wurden jetzt hoppelahopp zwei Themen miteinander vermischt, die eigentlich keinen direkten Bezug haben. fungie schrieb jetzt schon genau das, was ich meinte: Würde sich der Antinatalismus durchsetzen (was nie passieren wird) gäbe es niemanden mehr der über Suizid nachdenken oder ihn begehen müsste.

      Auf den ein oder anderen Punkt würde ich dennoch gerne eingehen. Also das Spermium mit einem mindestens Mal jugendlichen Menschen gleichzusetzen finde ich abstrakt. Dazu fällt mir gerade ein Postillon-Artikel ein:

      https://www.der-postillon.com/2021/10/taufe.html

      Genau so wenig Einfluss wie auf meine Taufe (im Kleinkind-Alter) hatte ich auf die Entscheidung meines Vaters, seine Ladung in meine Mutter rein zu ballern. Sorry, aber habe gerade keine schönere Umschreibung parat. Du meinst doch wohl nicht, dass ich und das Spermium aus welchem ich entstanden bin, dasselbe sind? Falls doch erklär mir das bitte.

      Du nennst immer den Selbstwert (oder ähnlich) – vertu Dich damit Mal nicht. Es wirkt wie eine Unterstellung, dass nur Pessimisten oder depressive Menschen zum Antinatalist würden. Es stimmt zwar in meinem Fall, dass ich mich als pessimistischer Realist kategorisiere, jedoch ist mit meinem Selbstwert alles in bester Ordnung so weit. Ich finde einfach vieles (und bitte mich jetzt nicht, alles aufzuzählen) richtig Scheiße auf dieser Erde und will das tatsächlich keinem Nachkömmling aufbürden. PUNKT. Es hat also mit meinem Weltbild und meinem Blick auf das Leben zu tun, der Selbstwert ist absolut zweitrangig.

      Laut dem Video finden Antinatalisten bereits begonnenes Leben wert gelebt zu werden. Das wird im hinteren Abschnitt erwähnt. Die Überheblichkeits-Vorwürfe kann ich also nicht ganz nachvollziehen.

      Und man wird sich doch wundern dürfen, mit welcher Selbstverständlichkeit um einen herum “die anderen” neue Kinder in die Welt setzen? Ich unterstelle diesen Leuten allerhöchstens, dass sie sehr unkritisch und mit rosa-roter Brille durchs Leben gehen, gönne ihnen dieses “Glück” aber auch. Ich finde das keineswegs geil, dass ich so empathisch bin und ständig grübeln muss (kann es nicht abstellen). Würde mich auch lieber auf 2 Mal Malle im Jahr freuen und den Rest einfach hinnehmen wie es eben ist. 😉 [pauschaliert und überspitzt ausgedrückt jetzt]

      Einen letzten Punkt noch (ganz kurz): Die im Video getätigte Aussage: “Es gibt kein chronisches Glück, wohl aber chronischen Schmerz” hatte ‘nen fetten Impact bei mir.
      Ich bin einfach Antinatalist durch und durch, tatsächlich schon seit meiner Jugend. Das Video war für mich nur ein Augenöffner, der meinen Gefühlen und Gedanken ein Label zugeordnet hat.

  • fungie

    Mitglied
    15. Oktober 2021 um 19:11

    das spermium folgt halt seinem trieb, in eine bestimmte richtung zu schwimmen. ohne die eigenene zielgerichtetheit des spermiums würde kein leben draus werden. ist das spermium somit mitschuld? ein baby muss im vergleich nichts dafür tun getauft zu werden.

    mit selbstwürde meine ich, ob man selbst findet ob man genug einsatz gezeigt hat um sein eigenes “glück” herbeizuführen. nicht damit zu verwechseln – was die gesellschaft von einem erwartet. ..kannst du es in deinem alter eventuell mehr beeinflussen als in deiner jugend?

    glück impliziert ja im grunde dass zufriedenheit zufällig ist.

    du findest vieles scheiße und möchtest es keinem nachkommen aufbürden – genau setzt meine unterstellung an.

    man kann genausowenig davon ausgehen, dass dein nachkomme alles genau so scheiße finden würde wie du, wie davon, dass er das nicht tun würde. man kann ja nicht von sich auf andere schließen, egal ob pessimist oder nicht, und egal ob es auf die eigenen kinder ist.

    meinst du eigentlich der antinatalismus ist eher ein männerding oder könnte es genausoviele weibliche antinatalisten geben?

    • Gimbal 

      Mitglied
      16. Oktober 2021 um 01:22

      Schwierige Frage. Es wird zahlreiche Frauen weltweit geben, die aus den unterschiedlichsten Gründen keine Kinder zur Welt bringen. Der philosophisch, antinatalistische Anteil davon dürfte im Verhältnis überschaubar sein, ist aber natürlich gegeben. In aller Regel hat “die Natur” bei Frauen ja “Muttergefühle” bzw. einen expliziten “Kinderwunsch” ins System ab Werk eingebaut, weshalb ich annehme, dass männliche Antinatalisten deutlich in der Überzahl sind. Mit den richtigen Verhütungsmethoden kann MANN ja sogar seiner natürlichen, genetischen Programmierung folgen (möglichst viele Weibchen begatten) und trotzdem Antinatalist sein.

      • fungie

        Mitglied
        16. Oktober 2021 um 10:59

        also möglichst viele weibchen begatten und dann ein buch darüber schreiben, was einem der kosmos für ein unerträgliches leid beschert?

      • Gimbal 

        Mitglied
        19. Oktober 2021 um 10:11

        Verstehe die Frage nicht. Ich selbst bin absolut kein Womanizer und deutlich untervögelt (durch Corona inzwischen seit mehreren Jahren). Von daher kann ich Dir nicht beantworten, ob Viel-Ficker einen derart hohen Leidensdruck dadurch erfahren, dass sie so ein Buch schreiben müssen.

      • fungie

        Mitglied
        19. Oktober 2021 um 17:06

        das war eher eine rhetorische frage.wenn man der theorie folgt, dass biologische triebe eine nicht zu verachtene rolle bei der persöhnlichen zufriedenheit oder wie zu vor als (chronisches) glück bezeichnet, spielen könnten, finde ich deine annahme, der antinatalismus sei parallel, zur auslebung dieser möglich, schon verwunderlich. also beides zusammen fänd ich unreflektiert.

        auch interessant was diese wechselwirkung angeht, ist dass deine genannten männlichen und weiblichen triebe nicht verträglich zu sein scheinen.

        gleichzeitig ist der aspekt des leidens rein menschlich. ein tier ohne selbstwahrnehmung leidet ohne die auslebung der triebe ja vielleicht nicht so direkt wie der mensch.

        menschen können stattdessen ihre triebe kommunizieren/auf einander abstimmen. vermutlich evolutionär bedingt. vlt ist das mitteilen des leids ein solcher kommunikationsversuch. jedenfalls was das triebbedingte leiden angeht.

      • GitKlar

        Mitglied
        19. Oktober 2021 um 19:55

        Langsam wirds etwas arg persönlich. Dürft ich euch bitten, die Diskussion im Privatchat fortzuführen? Danke.

  • I11ax

    Mitglied
    22. Oktober 2021 um 00:55

    Wollte als Arzt noch anmerken, dass einige Aussagen zu Suizid in dem einen video wohl nach Studienlage falsch sind. Gezielte Studien zur Suiziden haben ergeben, dass die deutliche Mehrzahl an Suiziden raptusartig stattfinden, also durch einen kurzlebigen starken Impuls getriggert werden. Dies gilt auch dann wenn sich Personen schon länger mit solchen Gedanken rumtragen. Mit anderen Worten: Wenn wir die Leute im letzten Moment festhalten und das unterbinden sagt einem die überwiegende Mehrheit der potentiellen Selbstmörder am nächsten Tag „Mensch danke, war blöde von mir mich umbringen zu wollen“.

    Ja, war Schwachsinn. Daher alle immer aufhalten. Wer sich umbringen will irrt sich gewaltig. Vor allem ist das Arsenal an Therapiemöglichkeiten diesbezüglich megamäßig. Wenn ihr also Jemanden kennt bei dem ihr das vermutet immer nachfragen. Den Leuten kann man fast immer helfen ein gutes Leben wiederzufinden.

    • Gimbal 

      Mitglied
      22. Oktober 2021 um 11:13

      Hey super. Danke Dir. Kannst Du mir netter Weise noch die Stelle aus dem Video bekannt geben mit Minuten/Sekunden-Angabe? Also da wo eine Falschaussage getätigt wird. Ich gebe das dann gerne an Tobi (Mindset) weiter. Für Kritik ist er immer offen. Vielleicht überarbeitet er sein Video dann sogar noch Mal.

  • I11ax

    Mitglied
    22. Oktober 2021 um 13:30

    Das Suizid-Tabu 1:00. Das bereuen ist sehr sehr häufig. Die fest entschlossenen Selbstmörder die das auf alle Fälle wollen sind die kleine Minderheit. Vorher auch schon Fehler: Nicht nur das Christentum sonder nahezu alle Religionen verurteilen Suizid einfach weil das zu Mitgliederschwund führt.

  • I11ax

    Mitglied
    22. Oktober 2021 um 21:54

    Ich bin ein absoluter Mrballen Fan. Nicht nur dieses Video.

  • Gimbal 

    Mitglied
    7. November 2021 um 12:28

    Ich präsentiere dann heute auch Mal ein motivierendes Video, voller Energie und Lebensfreude, damit mich hier keiner mehr falsch versteht. 😉

    Habe eine (meiner vielen) Wander-Touren gemacht, aber diesmal war mein Kumpel Marc mit der Kamera dabei. Das Ergebnis kann sich echt sehen lassen (für das erste Video dieser Art von ihm):

    Viel Spaß.

  • Gimbal 

    Mitglied
    8. Dezember 2021 um 21:29

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