Futorial Foren Member Tracks PKNeer | Moments EP Antworten auf: PKNeer | Moments EP

  • GitKlar

    Mitglied
    14. März 2021 um 18:25

    Do you like it: Ganz nett, aber flashed mich nicht besonders.
    Außer Mortal bleibt für mich kein Track wirklich hängen. In Mortal wird sich an n Thema rangetraut, was mir auch ganz gut im Ohr bleibt, in den anderen Tracks kommt das nicht so ganz durch, und auch die Beats & Chord-Progressions nehmen mich nicht ganz mit.
    Zudem hab ich teilweise mit den Sounds n leichtes Problem, was mich zum nächsten Punkt bringt.

    Sound Design: Die EP hat ihre Stärken in den Pads, die trancen ganz gut weg.
    Allerdings seh ich beim Drumming & den Basslines einige Schwächen. Bei Ostinato hätte der Subbass ne Oktave höher gemusst, da spielen die Grundtöne konstant zwischen 30 & 20 Hz rum. Abgesehen davon, dass das abhöretechnisch schwierig zu handlen wird, machts so auch sehr schwer, den Tönen zu folgen, grade beim 4. Ton der Chord-Progression.
    Teilweise gibts auch Timing-Probleme. Als Beispiel das Orgel-Sample in Toccata (was offenbar von Bach kommt). Hier wurden die Noten nicht zum 16tel-Grid time-aligned. Das machts zusammen mit den straighten Tech-housigen Beat etwas holperig. Bei Jazzica ist die Clap auf der 4 konstant zu früh.
    Insgesamt hat das Drumming ziemlich wenig Höhen, wirkt sehr LoFi-mäßig. Vllt. soll das so, aber es wirkt n bisschen einschläfernd im Vergleich zum Rest, der durchaus z.T. mehr nach vorne geht.

    Mixing & Mastering: Setzt sich im Prinzip so fort.
    Klingt soweit alles sauber und homogen, es ist aber auch n bisschen unspektakulär, was einerseits sicherlich auf den LoFi-Touch zurückzuführen ist, aber für so techiges Zeug ist da jetzt auch kein massiver Druck hinter, grade bei den Kicks.
    Evtl. hätte man auch die Reverbs gezielter einsetzen können. Atmo ist zwar da, aber auch ziemlich statisch.

    Creativity: Wie bereits in DYLI erwähnt, fehlt mir n bisschen die thematische Ausarbeitung des Ganzen.
    Als Basen sind die Tracks soweit alle ganz okay, aber es dudelt noch etwas vor sich hin.
    Auch in Sachen Verlauf macht Mortal wieder einiges besser, da das Thema sich aus der Chord-Progression raus entwickelt, wodurch der Track direkt auf 2 Ebenen abholt.
    Die Reihenfolge der Tracks ist soweit stimmig gewählt.

    Fazit: Grundsolide EP, bei der mir v.a. musikalisch noch etwas die Ausarbeitung fehlt.
    Soundtechnisch hier & da noch was zu holen, aber im Grunde auch stabil.
    Persönlich hat wie gesagt Mortal für mich am meisten Potential, die restlichen Tracks werden mir leider nicht hängenbleiben.

    3/3/3/2